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Pressekonferenz zum Jahresauftakt

Als Kirche für die Menschen da sein

Domkapitular Bieber: Starke Belastung der Menschen in Pflegeberufen – Domkapitular Albin Krämer: Zusammenarbeit mit kirchlichen, caritativen und kommunalen Einrichtungen stärken

Würzburg (POW) Gerade in der Coronakrise habe sich gezeigt, dass Kirche und ihre Caritas für die Menschen im Bistum Würzburg da seien. Das hat Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, am Freitag, 28. Januar, bei der Pressekonferenz der Diözese zum Jahresauftakt betont. „Unsere Beratungsdienste und Angebote sind stark nachgefragt.“ Zugleich wies er auf die starke Belastung für die Menschen hin, die in Pflegeberufen tätig sind. Domkapitular Albin Krämer, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, legte die Chancen der Pastoralen Räume für die Seelsorge dar. Wichtig war Bieber und Krämer, dass die Menschen durch eine bessere Vernetzung in den neuen Räumen die Vielfalt der kirchlichen Angebote erkennen.

In seinem Statement hob Bieber die Kindertagesstätten als ein wichtiges Angebot für junge Familien und Kinder hervor. Man wolle dieses Angebot weiterhin aufrechterhalten, müsse sich jedoch „von der Last der Immobilien“ befreien, erklärte er. Dazu bedürfe es der Unterstützung, beispielsweise durch Bau- oder Betriebsträgerschaften. Das Referat für katholische Kindertageseinrichtungen im Diözesan-Caritasverband, das in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Bestehen blicken kann, berät und begleitet insgesamt 532 Kindertageseinrichtungen im Bistum.

Corona habe viele Familien überfordert, Kinder und Jugendliche seien stark belastet, fuhr Bieber fort. Trotz des großen Hilfsangebots der Caritas und des Sozialdiensts katholischer Frauen (SkF) gebe es mittlerweile Wartelisten. Steigenden Bedarf gebe es auch in der Altenhilfe. Eine wichtige Aufgabe der Caritas sieht er zudem im Bereich Migration und Integration. Man dürfe Geflüchtete nicht in den Unterkünften sich selbst überlassen, appellierte er. Das habe die Gewalttat am Würzburger Barbarossaplatz vom 25. Juni 2021 gezeigt.

Ein großes Problem ist laut Bieber der Fachkräftemangel. „Wir sehen die starke Belastung für Menschen in Pflegeberufen“, sagte er. Mit dem Projekt „Plento“ im Kurhaus der Caritas in Bad Bocklet wolle man ihnen, aber auch allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Auszeit verschaffen. Auf eine mögliche Impfpflicht angesprochen, erklärte Bieber, dass mehr als 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenhilfe geimpft seien. Allerdings gebe es in jeder Einrichtung auch „eine Handvoll“ Mitarbeiter, die sich nicht impfen lassen wollen. „Das Problem ist, dass auch diese geringe Zahl die Dienstpläne durcheinanderbringen kann.“ Momentan sei noch keine Einrichtung von Schließungen aufgrund von Personalmangel bedroht. „Wir hoffen, dass wir nicht in diese Situation kommen.“

Das Konzept der Sozialraumorientierung in den Pastoralen Räumen biete die Chance, „die Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen, caritativen und kommunalen Einrichtungen zum Wohle der Menschen im Pastoralen Raum zu stärken“, sagte Domkapitular Krämer. Der Pastorale Raum sei eine Chance, Kirche anders zu denken. „Er versteht sich als Netzwerk im Lebensraum der Menschen. Als Christinnen und Christen wollen wir dabei ,Salz der Erde‘ und ,Licht für die Menschen‘ sein.“

Bischof Dr. Franz Jung begleite die inhaltliche Gestaltung der Pastoralen Räume durch Besuche. „Neben dem Kennenlernen der Menschen und der Situation vor Ort geht es vor allem darum, miteinander zu hören und zu überlegen, wie wir unserem Auftrag als Kirche hier und jetzt in diesen jeweiligen unterschiedlichen Kontexten das Evangelium den Menschen glaubwürdig verkünden können“, erläuterte Krämer. Er kündigte ein Diözesanforum am 29. Oktober an zum Thema: „Wie entwickeln sich aktuell die Pastoralen Räume? Gelingende Beispiele, die ermutigen!“

Die Kiliani-Wallfahrtswoche wird in diesem Jahr vom 3. bis 10. Juli gefeiert. Sie sei entsprechend der aktuellen Möglichkeiten geplant worden, sagte Krämer. Er bedauerte, dass es aufgrund der Coronasituation nicht möglich sei, Wallfahrten für die Kindergärten sowie für kranke Menschen anzubieten. „Das wäre nicht zu verantworten.“

sti (POW)

(0522/0136; E-Mail voraus)

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